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Rückblick-Archiv 2008


Rückblick Monat Dezember 2008


Gruppenabend am 10. Dezember 2008
Es war unser erster Überraschungs-Gruppenabend. Der Grund dafür war, dass der Dipl.-Ing. Forstwirtschaft und Professor für Forstzoologie Norman Stier (Dam- und Raubwildexperte), leider keine langfristigen Termine machen konnte. Sein Forschungsprojekt ließ es nicht zu. So einigten wir uns auf diese Notlösung. Hat er Zeit kommt er – und wenn nicht hätte ich einen interessanten Film gezeigt.

Doch er kam erfreulicherweise und hielt uns einen sehr interessanten Vortrag mit dem Titel »Untersuchung zur Raumnutzung und zum Wanderverhalten des Damwilds«.

Das Vorkommen des Damhirsches war ursprünglich wahrscheinlich auf Klein- und Vorderasien beschränkt bis er vom Menschen in viele Gebiete Europas und der ganzen Welt verbreitet wurde. Es gibt kleine Habitate in Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland.

Als ausgewiesener Experte präsentierte Prof. Stier uns die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit aus dem Raum Schildfeld in Mecklenburg-Vorpommern, die erstaunliche Verhaltensweisen des Damwildes aufzeigten. Besonders das Wanderverhalten und damit die Raumnutzung förderte durch die durchgeführte Telemetrierung neue Erkenntnisse zu Tage.

So ist das Kahlwild dauerhaft ausgeprägt Raumtreu, während die Hirsche saisonal unterschiedliche Gebiete nutzten, jedoch immer wieder in das heimatliche Ausgangsstreifgebiet zurückkehren. In einem Fall konnte an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern eine Wanderung zu einem 15 km entfernten Brunftplatz telemetriert werden. Nach der Brunft kehrte der Hirsch wieder in sein heimatliches Streifgebiet zurück. Erstaunlich ist auch, dass das Wanderverhalten verschiedener Hirsche sehr unterschiedlich sein kann. Es scheint von der Individualität und der Rudeldichte abhängig zu sein.

Wir lernten außerdem an Hand von Fotos, dass es selbst für ausgewiesene Fachleute schwer zu sein scheint, Hirsche an Hand ihrer äußerlichen Merkmale zu bestimmen. So liegen Einschätzungen von Kennern nicht selten bis zu ca. 5 Jahre und mehr auseinander. Fatal, wenn man glaubt den richtigen Hirsch gestreckt zu haben und der hinzugezogene »Fachmann« bei der Beurteilung einen Fehlabschuss attestiert und dabei vielleicht selber fehlt.

Vielleicht ist es besser sich den Abschusshirsch von demjenigen zeigen zu lassen, der ihn auch anschließend beurteilt. Das könnte viel Ärger ersparen.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick Monat November


Hubertusfeier am 12. November 2008
Um gute Plätze zu erhalten, waren die ersten Gäste schon eine Stunde früher gekommen. Langsam füllte sich der Saal bis die angemeldeten 60 Plätze belegt waren. Damit war der Saal zwar noch nicht voll, aber immerhin wie geplant besetzt. Die Teilnehmerzahlen sind seit einigen Jahren konstant, immer um die 60 Teilnehmer. Nach einer herzhaften Begrüßung durch unsere Bläser unter der musikalischen Leitung von Hermann Mellmann, unterstützt durch Werner Carstens mit seinem Parforce-Horn, der nach langer Zeit mal wieder dabei war und meiner kurzen Begrüßungsansprache mit Programmhinweisen, wurde der traditionelle Grünkohl mit Kohlwurst, Schweinebauch, Schweinebacke, Kassler und Röstkartoffeln aufgetragen. Im Anschluss an das opulente Mahl las ich 3 humoristisch-satirische Kurzgeschichten von Günter Scholz aus seinem Buch Schöne neue Jagd vor. Ihre Titel waren »St. Hubertus hilf«, »Eine erfolgreiche Drückjagd« und »Ein sicheres Börsengeschäft«. Das Buch war 2000 in München bei der BLV Verlagsgesellschaft erschienen und ist heute leider vergriffen. Nach der Lesung erfolgte die Ehrung der 25-jährigen, 40-jährigen und 50-jährigen Mitgliedschaften. Leider konnten viele der Jubilare nicht dabei sein. Meine und unser aller Glückwünsche gelten für 25 Jahre Mitgliedschaft im DJV unseren Mitgliedern: Robert Ernst, Arnulf Fröhlich, Uwe Heuer, Hans-Jürgen Meyer, Christoph Geyer und Willi Ahlers. Für 40 Jahre: Gisela Martiny-Puls (Kassenführerin) und Hanno Blank und für stolze 50 Jahre: Peter Weichert, Robert Sengelmann und Wilhelm Rohde. Bei den Schießwettbewerben erwarben beim Jagdparcours: Hermann Mellmann mit 15 Wurfscheiben den 1. Platz, Detlef Tielsch mit 14 Wurfscheiben den 2. Platz und Dieter Lohmann mit ebenfalls 14 Scheiben den 3. Platz. Nun zur 45. Wandsbeker Meisterschaft: Gesamtsieger mit 285 Punkten wurde Hans Martin Reinartz, den 2. Platz als Gesamtsieger belegte Matthias Krug mit 248 Punkten und Hermann Mellmann belegte den 3. Platz mit 221 Punkten. Das Büchsenschießen gewann mit 169 Punkten Burghard Loest, den 2. Platz belegte mit 163 Punkten Hans Martin Reinartz und den 3. Platz belegte Matthias Krug mit 163 Punkten. Das Flintenschießen gewann Hans Martin Reinartz mit 105 Punkten, den 2. Platz belegte Matthias Krug mit 85 Punkten und den 3. Platz belegte Dr. Karl-Heinz Rupp mit 73 Punkten. Das Kurzwaffenschießen Großkaliber gewann Hans Martin Reinartz mit 89 Punkten, den 2. Platz belegte Reiner Janke mit 75 Punkten und den 3. Platz erreichte Dr. Karl-Heinz Rupp mit 73 Punkten. Bei unserem 18. Keilerschießen gewann Frank Robotta mit 43 Punkten erstmalig die begehrte Saufeder, den 2. Platz belegte Berthold Klingbeil mit 38 Punkten und den 3. Platz erreichte Dr. Karl-Heinz Rupp mit 37 Punkten. Allen Gewinnern unsere herzlichsten Glückwünsche zu Ihrer Platzierung. Damit war der offizielle Teil des Abends vorbei und der gemütliche Teil des Abends begann für die, die nicht schon nach Hause gehen wollten.

Autor: Hans Martin Reinartz



30. Nistkastenaktion am 02. November 2008
Bei trockenem, schönen Wetter trafen sich in der Bargteheider Straße auf dem Parkplatz der Firma REWE wieder 6 Freiwillige Feuerwehren. Aus Oldenfelde kamen 3 Fahrzeugen, Oldenfelde Siedlung schickte 1 Fahrzeug, Farmsen, Berne, Marienthal und Tonndorf schickten je 2 Fahrzeugen mit zusammen etwa 85 alten und jungen Feuerwehrleuten. Erfreulicherweise waren in diesem Jahr erstmals wieder die Jugendfeuerwehren dabei, die in der Vergangenheit wegen der Gefahr sich mit der Vogelgrippe anzustecken, aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen vorsorglich nicht dabei sein durften. Ihre Ausbilder nutzten wieder die Gelegenheit mit dem jungen, enthusiastischen Nachwuchs den Umgang mit den Leitern zu trainieren. Begleitet wurden die Wehren in den jeweils zugeteilten Räumen von zusammen 10 sachkundigen Jägern des Wandsbeker Jagdvereins von denen einer, Manfred Suhr, auch Vorsitzender des TNV Tier- und Naturschutz e. V. Hamburg ist. Sie alle und besonders die Jugendfeuerwehren sorgten dafür, dass die bereits hängenden Nistkästen von altem Nistmaterial gesäubert und alte verrottete Nistkästen durch die eine Woche zuvor neu gebauten 63 ersetzt wurden. Im Großen und Ganzen waren etwa 85 % der Kästen beflogen. Nur wenige Kästen wiesen verlassene Nester mit unausgebrüteten Eiern auf. Ein paar Nistkästen waren von Eichhörnchen, Fledermäusen oder Insekten genutzt worden. Generell kann man sagen, dass es ein gutes Jahr für die Nistkastenbrüter war. Ab 12:00 Uhr trafen wir Jäger uns bei Tina und Stefan Kirsten zu einer leckeren Kartoffelsuppe und zur Abgabe der Ergebnistabellen und zur Schlussbesprechung. Nochmals vielen Dank an Tina, die trotz Ihrer schon bald bevorstehenden Niederkunft für unser leibliches Wohl gesorgt hatte.

Ein ganz besonderer Dank gilt noch einmal Udo Töben, der das Holz und die Nägel für die 63 Nistkästen gestiftet hat.

Autor u. Fotos: Hans Martin Reinartz






Rückblick Monat Oktober


Zentralveranstaltung des LJV in Hagenbecks Tagungsraum am 29. Oktober 2008

»Bär, Wolf und Luchs – eine Erfolgsgeschichte?«
Mit leidenschaftlicher Gründlichkeit und verteufelnden Märchen haben unsere Vorfahren dafür gesorgt, dass Bär, Wolf und Luchs aus unseren Landen verschwanden. Man hat ihnen nachgestellt, wo man sie nur antraf. Der letzte Braunbär soll 1835 bei Ruhpolding erlegt worden sein, der letzte Wolf vor der Wiederbesiedlung am 27.02.1904 kurioserweise in der Lausitz und die letzten Luchse wurden vor der Wiederbesiedlung in Deutschland 1818 im Harz bei Lauterbach, 1846 auf der Schwäbischen Alb bei der Ruine Reußenstein, ebenfalls 1846 bei Zwiesel im Bayerischen Wald und um 1850 in den bayerischen Alpen getötet.

Heute sind Naturromantiker davon überzeugt, dass man ein mit einem dichten Straßennetz durchzogenen Industrieland wie Deutschland, mit durchschnittlich 230 Einwohnern pro km⊃2;, wieder zurück führen kann in eine Zeit, die längst vergessen zu sein scheint, eine Zeit in der Bär, Wolf und Luchs wie selbstverständlich in unseren früher meist zusammenhängenden dicht bewaldeten Landstrichen noch genug Lebensraum fanden.

Heute stehen sich eifernde Befürworter und verständnislose Gegner fast unversöhnlich gegenüber. Biologen sind begeistert von der Idee einer Wiedereinbürgerung, die bisher, zumindest beim Luchs und ohne menschliche Hilfe beim Wolf, regional ganz erfolgreich durchgeführt wurde. Die Gegner dieser Wiedereinbürgerung, die Bär, Wolf und Luchs als Raubtiere meist nur hinter Gittern aus sicherer Distanz in zoologischen Gärten und Wildparks kennen, verstehen die Welt nicht mehr, sie sehen sich schon als Opfer dieser »Furcht einflößenden Bestien«.

In Bayern, nach den Erfahrungen mit Bruno, wurde schnell ein strukturiertes Bärenmanagement ins Leben gerufen, dass bis heute leider ohne Bär ist. Man hofft auf einen Braunbären, der weit wandernd, von Norditalien kommend, ab und zu in der Nähe der deutsch-österreichischen Grenze bestätigt wurde. Wäre »Schadbär« oder besser »Problembär Bruno« (wie ihn 2006 der damalige Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber bezeichnete), nicht vehement gejagt und letztlich erschossen worden, weil er ein paar Hühner riss und den ansässigen Menschen das Fürchten lehrte, hätte man jetzt einen passablen Bären, den man nach Herzens Lust hätte verwalten können.

In der Lausitz hatte und hat man mit den Wölfen mehr Glück. Dort leben nun 4 – 5 Rudel, erforscht, behütet und beobachtet durch zwei sehr engagierte Biologinnen. Vereinzelte Wölfe aus dieser Population zogen auf uralten Wechseln nach Niedersachsen und Schleswig Holstein. Doch 2 von ursprünglich wohl 3 glücklosen Geschöpfen starben. Der Wolf der sich das Wendland ausgesucht hatte starb versehendlich durch einen zweibeinigen Beutegreifer, einen Jäger, der ihn möglicherweise für einen wildernden Schäferhund hielt und der Holsteiner viel beim überqueren einer Straße einem Auto zum Opfer. Nur der in der Lüneburger Heide gesichtete Wolf scheint noch am Leben zu sein und als Rudeltier einsam nach einem passenden Partner zu suchen, um ein neues zu gründen.

Die Luchse des Harzes sind in diesem Reigen die unspektakulärsten Neubürger. Sie fühlen sich in den dichten Wäldern des Naturparks scheinbar sehr wohl, denn auch sie haben, wie die Wölfe, kein Problem mit ihrer Reproduktion. Die Forst ist damit sehr zufrieden, denn sie halten das Rehwild kurz und damit den Verbiss gering. Auch sie fangen an zu wandern auf der Suche nach neuem Lebensraum. Auch sie werden es schwer haben angemessenen zu finden.

Bis auf die Bären scheint die Einbürgerung relativ erfolgreich zu verlaufen.

Doch was bedeutet das für die beutegreifenden Migranten. Fallen sie durch das Fehlen angemessenen Lebensraums, zumindest die Wölfe und Bären, den verklärten Vorstellungen einiger Romantiker und damit unserem Straßenverkehr zum Opfer? Was für eine Zukunft haben Bär und Wolf in einem Land, das durch endlos viele Straßen und ein dichtes Netz von Autobahnen in winzige Parzellen zerstückelt ist. Was für eine Zukunft hat der Wolf in der Lüneburger Heide oder in Norddeutschlands größtem Waldgebiet der Göhrde, das für die Bedürfnisse eines Wolfes oder gar eines Rudels viel zu klein sein wird? Ich denke das wird sich von ganz alleine regeln. Unsere Neubürger benötigen zusammenhängende, großflächige Biotope, die ihrer Art zu leben entsprechen. Dazu gehören mit Sicherheit nicht die dicht besiedelten Regionen unseres Staates und davon haben wir viele. Worüber regen sich die Parteien also auf? Warten wir es doch einfach ab und lassen die Biologen und andere Enthusiasten gewähren. Bär, Wolf und Luchs werden dort ihre Einstände finden, wo sie angemessenen Lebensraum vorfinden, um sich ungestört reproduzieren können.

Mit regionalen Streckeneinbußen, zumindest beim Rot- und Rehwild, müssen die Revierpächter jedoch leben. Die Dezimierung des Schwarzwildes wäre sogar wünschenswert, da wir Jäger hier sogar Unterstützung bräuchten. Auch die Viehwirtschaft wird nicht ungeschoren davon kommen. Die jedoch würde, zumindest in der Übergangszeit, durch entsprechende Fonds entschädigt werden, bis sie sich selbst durch entsprechende Maßnahmen geschützt haben.

Eines Tages werden Bär, Wolf und Luchs, wenn sie es mit der Einbürgerung schaffen sollten, Teile unserer Biotope bereichern und in ferner Zukunft vielleicht sogar zum jagdbaren Wild gehören. Nur die zweibeinigen Beutegreifer, die Jäger, werden sich in bestimmten Regionen unseres Landes die Konkurrenz von Bär, Wolf und Luchs gefallen lassen müssen. Doch das war früher auch nicht anders und gehört konsequenterweise zu der neuen Kräfteverteilung unter den Beutegreifern. Wir sollten es als Chance für eine interessantere und aufregendere Umwelt begreifen. Lassen wir die Natur entscheiden. Sie tat ohne menschliches Dazutun immer das Richtige.

Eines unserer abgenutztesten Argumente für unsere Jagdausübung würde damit hinfällig – die Jagd damit zu begründen, dass es keine Beutegreifer mehr gibt und wir aus diesem Grund regulierend eingreifen müssen. Vielleicht lernen wir jetzt endlich offensiver zu argumentieren. Wir jagen leidenschaftlich gern und weil das so ist, versuchen wir, soweit wir es beeinflussen können, eine artenreiche Fauna und Flora zu erhalten. So haben durch das Engagement der Jäger alle etwas davon – auch die Jagdgegner. Wir Jäger hätten schon viel früher mit entsprechender Aufklärung durch intensive Öffentlichkeitsarbeit offensiv Stellung beziehen müssen, um somit selbstbewusst zu unserem Tun und Handeln zu stehen. Es wäre uns rückblickend Vieles erspart geblieben.

Schon der Tier- und Menschenfreund Prof. Dr. Bernhard Grzimek, der international auch durch das Fernsehen bekannte frühere Direktor des Frankfurter Zoos sagte, dass Deutschland durch die nachhaltige Führsorge der Jäger eines der wildreichsten Länder der Erde sei.

Autor: Hans Martin Reinartz



Nistkasten-Bauaktion im Lehrrevier Hoisbüttel am 19. Oktober 2008
Relativ früh klingelte an diesem Sonntagmorgen für die meisten Häuslebauer der Wecker, riss sie mehr oder weniger unsanft aus dem Schlaf, um das Treffen im Lehrrevier um 09:00 Uhr nicht zu verpassen. Die von Stefan Kirsten, Holger Kirsten und Udo Töben an 2 Tagen zuvor zurechtgeschnittenen Bauteile lagen in sauberen Stapeln auf frisch gezimmerten Werkbänken zum Verbauen bereit. Alles in allem zimmerten Zehn wackere »Handwerker« bei leckeren Getränken um die Wette, sorgsam darauf bedacht die Nägel und nicht die Daumen zu treffen.

Ich habe den Wirtschaftshof unseres Hoisbütteler Lehrreviers kaum wiedererkannt. Ein überdachtes sauber geordnetes Holzmateriallager, die Werkstatt aufgeräumt und übersichtlich organisiert, ein Nebenraum mit einem kleinen attraktiven und wahrscheinlich sehr effektiven Ofen zum Aufwärmen an kalten Tagen und einem entsprechend präparierten gepflegten Hof auf dem man nicht bei nassem Wetter bis zu den Knöcheln im Schlamm versinkt, hinterließ einen sehr professionellen und vorbildlichen Eindruck. Ein Werk von Udo Töben, der auch hier mit Fleiß und »Know How« Maßstäbe gesetzt hat.

Gegen Mittag um 12:00 Uhr hatten wir 63 Nistkästen gebaut und erwarteten ungeduldig Stefans hochschwangeren Frau Tina, die das von ihr, trotz ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft zubereitete Essen schließlich auch noch gebracht hat. Die leckere Lauchsuppe mit Fleischeinlage derart gut geschmeckt, dass nur wenig übrig blieb. Liebe Familie Kirsten, das war sehr gut organisiert. Wir haben, trotz der im Vergleich zum Vorjahr erheblich geringeren Beteiligung, in der kurzen Zeit mehr geschafft.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal dazu aufrufen sich am Jubiläum der 30. Nistkastenaktion zu beteiligen, es wird wahrscheinlich die letzte sein.

Autor: Hans Martin Reinartz






Bezirks-Gruppenabend am 08. Oktober 2008
Munition und Jagdwaffen — ein nie endendes, immer interessantes Thema für einen bis fast auf den Letzten Platz ausgenutzten Veranstaltungsraum. An diesem Abend hatten wir, die Wandsbeker und Ohlstedter, den Geschäftsführer der DEVA Dipl.-Ing. Helmut Kinsky zu Gast, der uns seinen Bildunterstützten Vortrag »Alternative Geschossmaterialien für Büchse und Flinte« hielt. Kompetent, souverän und wissenschaftlich distanziert führte er uns die bleifreien Geschosse mit ihren verschiedenen Wirkungsweisen und ballistischen Eigenschaften im Vergleich zu den herkömmlichen Geschossen vor. Die Ergebnisse waren im höchsten Maß erstaunlich und relativierten sicherlich so manches, was gerüchtweise im Umlauf war und immer noch ist.

Unsere Veranstaltung hatte sich bis Berlin herum gesprochen und so machte sich auch Lutz Möller der Entwickler des bekannten KJG (Kupferjagdgeschoss), des reibungsarmen Führbandvollgeschosses, mit seinem Mitstreiter Dr. Torsten Encke, auf den langen Weg nach Hamburg, um diesem Vortrag beizuwohnen. Auch andere Sachkundige, wie Otto Wiemer (Entwickler eines Berechnungsprogramms für die Ballistik von Jagdgeschossen) und Bernd Kohrs (Waffen- und Munitions-Sachverständiger) fanden sich ein, um die seltene Gelegenheit zu nutzen, neutrale Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Befürworter und Gegner alternativer Büchsengeschosse konnten die Ergebnisse der gebräuchlichsten vergleichen und erstaunt feststellen, dass manche eigene, subjektive Auffassung über das eine oder andere Projektil sich an Hand der umfangreichen Versuchstabellen nicht bestätigte. Auch Lutz Möller stellte erfreut fest, dass sein KJG von allen anderen getesteten Geschossen aus allen Schussentfernungen das mit dem besten Eigenschaften war. Es war messtechnisch sogar noch etwas besser als das neue Evolution (mit Blei) von RWS, was in der Praxis jedoch zu vernachlässigen wäre. Die anderen Solidgeschosse hatten zum Teil erhebliche Einbußen bei den unterschiedlichen Schussentfernungen.

Die dafür notwendigen Versuche beauftragte und bezahlt der DEVA das Institut für Zoo und Wildtierkunde (IZW) in Berlin / Freie Universität Berlin, das wiederum vom Bundesministerium für Forschung und Bildung mit der Untersuchung der Bleivergiftung beim Seeadler beauftragt ist und finanziert wird. Die von Herrn Kinsky bei uns im Wandsbeker Jagdverein uns vorab bekannt gemachten Untersuchungsergebnisse, wird das IZW demnächst für alle in einer Broschüre veröffentlichen. Siehe http://www.izw-berlin.de/ und http://www.seeadlerforschung.de/

Die aufgeregten Berichte über Unfälle bei Solidgeschossen sind statistisch kaum in ein Verhältnis zu herkömmlichen Geschossen zu setzen, da sie verhältnismäßig neu auf dem Markt sind und somit keine vergleichbaren Werte vorliegen. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass auch mit abprallenden Bleigeschossen tragische Unfälle passieren können und passieren. Unfälle geschehen nicht weil die Geschosse aus einem bestimmten Material gefertigt sind sondern in der Regel aus menschlichem Versagen. Würden Schützen auf Gesellschaftsjagden umsichtig und sicherheitsrelevant angestellt werden und die angestellten Schützen die gebotene Vorsicht walten lassen, gäbe es keine Unfälle — sichere Geschosse für Schusswaffen gibt es nicht und wird es nie geben. Immer ist der Mensch der unwägbare Faktor im Umgang mit Schusswaffen, die Waffe alleine ist ohne menschliche Handhabung völlig ungefährlich.

Auf ein der DEVA zugeschriebenes Gerücht, Solidgeschosse würden bis zu rechtwinkelig von Bäumen abprallen, antwortete Herr Kinsky, das habe er nie so gesagt und das sei tatsächlich auch gar nicht möglich. Weiter befragt, ob die DEVA mit Holz eigene Beschussversuche unternommen haben, sagte er ja, mit 1,5 – 2 cm Ø Stangen; die Abprallwinkel hätten dabei nur zwischen 1 und 2 Grad gelegen.

Das, sagte Lutz Möller dann weiter, decke sich mit den von ihm mit dem KJG an Hart- und Weichhölzern durchgeführten Durchschussversuchen. Lediglich bei Einfallwinkeln unter 5 Grad prallten Nicht-Steckschüsse (ein drittel) von glattem Hartholz bis 15 Grad ab. Auch das sei keinesfalls als „rechtwinkelig“ zu bezeichnen sondern nur streifend. Flintenlaufgeschosse würden unter solchen Umständen allerdings bis 75 Grad abprallen, seien also wirklich als unberechenbar und gefährlich einzustufen.

Die von den Naturschutzverbänden zu Recht initiierte Ächtung von Blei ist, gerade bei Schrotpatronen problematisch, jedoch zum Schutz von Seeadler und anderen gefährdeten Schutzbefohlenen wohl angeraten. Die Auseinandersetzung mit den neuen Gegebenheiten hat und wird Lösungen finden, die hoffentlich allen gerecht werden.

Ich schieße seit gut 2 Jahren sehr erfolgreich das KJG von Lutz Möller im Kaliber 9,3 x 64 und habe damit ein Geschoss, das ich universell einsetzen kann. Durch die Führbänder, die zusammengenommen eine maximale Reibungsfläche von 1,5 mm ergeben und somit eine sehr geringe Reibung und Lauferwärmung erzeugen, gibt es auch so gut wie keine Laufablagerungen und wenig Rückstoß. Durch den geringen Reibungswiderstand ergibt sich eine hohe Anfangsgeschwindigkeit, bei mir von etwa 965 m/Sek., die eine fast gestreckte Flugbahn bis etwa 300 m ermöglicht, also keine Zielpunktveränderung im Ansprechbereich, außer bei sehr nahen Schüssen, was ausschließlich auf das Zusammenspiel von Optik und Seelenachse zurück zu führen ist. Doch über eins muss man sich im Klaren sein – ein schlechter Schuss kann vom besten Geschoss nicht ausgeglichen werden.

Es war mal wieder ein äußerst interessanter Abend.

Autor: Hans Martin Reinartz



18. Keilerschießen am 01. Oktober 2008
Nicht ganz so viele wie im vergangenen Jahr, aber immerhin noch 15 Mitglieder, die an diesem Wettkampf teilgenommen haben. Wir haben ihn erstmals in diesem Jahr in den Oktober verlegt, weil wir im November zusätzlich Schießkino haben und alles zusammen für die Aufsichten nur mit großem Stress zu bewältigen ist. Alles in allem ist der »Wettkampf« gut verlaufen. Sieger in diesem Jahr und damit stolzer Besitzer einer Saufeder und der Goldmedaille war Frank Robotta mit 43 Punkten, Silber erhielt Berthold Klingbeil mit 38 Punkten und auf dem 3. Platz mit Bronze Dr. Karl-Heinz Rupp mit 37 Punkten nach einem Stechen mit Andreas Schober. Alle Teilnehmer, mit Ausnahme der ersten 3 Plätze, erhalten Teilnahmemedaillen, die erst mengenmäßig angefertigt werden mussten und bei Gelegenheit ausgegeben werden.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick Monat September


Ausflug am 21. September 2008
Ein durchgehend grau verhangener Himmel mit vereinzelt dunklen Regenwolken war nicht gerade verheißungsvoll am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr, als wir uns zu unserem Ausflug zur Seehundstation Friedrichskoog trafen. Nach zwei Krankmeldungen waren wir doch immer noch zehn Enthusiasten, die ein Ausflug an die Nordsee nicht schrecken konnte. Wir teilten uns auf in Fahrgemeinschaften und fuhren unabhängig voneinander unserem Ziel entgegen. Auf dem Weg dort hin nahm ich noch Xenia Meinert, ein neues Mitglied, in Othmarschen auf und nach gut 1,5 Std. trafen wir fast gleichzeitig mit den anderen an der Seehundstation ein.

Schon kurz nach Antritt unserer Fahrt hatte sich das Wetter in strahlenden Sonnenschein gewandelt und bot so die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Trip nach Dithmarschen. Die Seehundstation, mitgegründet vom LJV Schleswig-Holstein, ist eine hochmoderne Anlage mit Wasseraufbereitung, die modernsten Ansprüchen genügt. In gut 800 Kubikmeter Wasser tummeln sich 7 Seehunde und eine Kegelrobbe als Dauergäste, die aus verschiedenen Gründen nicht wieder ausgewildert werden konnten und einige Heuler, die vor ihrer Auswilderung in einigen Wochen in einem speziell für diese Zwecke abgesonderten Becken hinter einer Düne noch etwas an Gewicht zulegen sollen.

Eine junge Praktikantin aus Berlin führte uns durch die Anlage und ein, in die Problematik der Aufzucht sogenannter "Heuler", junger verlassener Seehunde, die den Kontakt zu Ihren Muttertieren aus den unterschiedlichsten Gründen verloren haben. Ein alter Leuchtturm auf dem Gelände bot uns einen fantastischen Rundblick über die Station, Friedrichskoog mit seinem kleinen Hafen und das eingedeichte, flache Umland, den Koog. An zwei vertieften Stellen seitlich der großen Wasserbecken, 2 bis 4 m unter der Wasseroberfläche, konnten wir den Tieren durch dicke Scheiben bei ihren unglaublich elegant und schwerelos dahingleitenden Bewegungen zuschauen, die im Extremfall bis zu 35 km/Std. erreichen können.

Nach dem Besuch der zweigeschossigen Ausstellung, die über alles Wissenswerte im Zusammenhang mit unseren heimischen Robben Auskunft geben konnte, verließen wir die Seehundstation nicht ohne noch die große Ansammlung mehr oder weniger geschmackvoller Andenken gewürdigt zu haben, deren Erlöse sicher der Station zu gute kommt sie aber deshalb nicht schöner werden lässt.

Autor: Hans Martin Reinartz



Nach einigen vergeblichen Versuchen in Landgasthäusern für 10 Personen Platz zur Einkehr zu finden, beschlossen wir nach Büsum zu fahren und uns dort etwas passendes zu suchen. Dabei nahmen wir den Vorschlag von Uwe Blank und seiner Lebensgefährtin Kolles »Alter Muschelsaal« aufzusuchen dankbar auf.

Nachdem wir mühsam die allerletzten Parkplätze ergattern konnten und uns durch Massen von Touristen bis zum Muschelsaal durchgekämpft hatten, wurden wir durch die Einzigartigkeit dieses Restaurants, die freundliche Bedienung und das leckere Essen reichlich belohnt. Zum Schluss hielt uns Karl-Heinz Kolle, Wirt und Küchenmeister, der außerdem noch Jäger und einer von etwa 20 »Seehundsjägern« ist, eine kurze Einführung in die Geschichte seines Restaurants und seine besonders aufwendigen, naturschützerischen Aufgaben als »Seehundsjäger«. Ich wurde mit Ihm schnell einig bei uns im nächsten Jagdjahr einen Vortrag über seine außergewöhnliche, jagdliche Tätigkeit zu halten.

Nach einem schönen Verdauungsspaziergang außerhalb des Kurtaxenbereichs entlang des Büsumer Hafens bis zur Landspitze mit einem sündhaft teuren Eis in der Hand, verließen wir wieder diesen touristischen Wahnsinn, der an einen sommerschlussverkaufsoffenen Samstag auf der Mönkebergstraße erinnerte. Auf dem Rückweg zu unseren weit verstreuten Parkplätzen erwarb Berthold Klingbeil aus der Hand echter asiatischer Frauen echte ungepulte »Büsumer Krabben« ohne Konservierungsstoffe, die ausnahmsweise nicht mehr in Marokko gepult werden mussten, für seine Frau. Ein in jeder Hinsicht interessanter, erlebnisreicher, schöner und harmonischer Tag und Ausflug ging zu Ende. Übrigens, wer die platte Weite Dithmarschen von früher kennt, sollte sie in Erinnerung behalten, denn heute stehen überall hunderte, wenn nicht tausende von Windkraftanlagen und stören die weite Sicht ins Land. Es ist, als wäre man auf einer Windkraft-Fachmesse. Hier würde ich nicht einmal kostenlos Urlaub machen wollen.

Autor: Hans Martin Reinartz





Gruppenabend am 11. September 2008
Der erste Gruppenabend mit Programm nach den Hamburger Sommerferien — ein Film. »Jagd in Bewegung – Mit Sicherheit Erfolg«, herausgekommen in der Edition Blaser, zeigte den Anwesenden Mitgliedern zusammenfassend in 50 Minuten die wichtigen Kriterien der Bewegungsjagd. Er behandelt die Themenbereiche: richtige Ausrüstung, Schüsse auf Wild in Bewegung, Hindernisse in der Geschossflugbahn, schießen mit Flintenlaufgeschossen, Splitterwirkung beim Ausschuss, Querschläger und Vieles andere mehr. Abgesehen von den Sicherheitsvorkehrungen, die für jede Bewegungsjagd schon während der organisatorischen Vorbereitung bedacht werden sollten, waren die eindrucksvoll dargestellten Versuche mit den unterschiedlichen Geschossen und Geschosstypen besonders eindrucksvoll und zeigten, wie gefährlich und unberechenbar sie sein können, wenn man nicht die nötige Vorsicht walten lässt. Auch die Vorhaltemaße für die unterschiedlichen Kaliber und Entfernungen, die natürlich nur annähernde Werte vermitteln, zeigen praktisch, was sonst nur gefühlsmäßig und beim Training auf den laufenden Keiler zu erfahren ist.

Nur Disziplin, umsichtiges Verhalten, das Beherrschen der Materie und im Zweifel den Finger gerade lassen trägt wesentlich dazu bei, dass diese Art zu jagen nicht in einer Katastrophe endet – Weidmannsheil.

Autor: Hans Martin Reinartz



45. Wandsbeker Kurzwaffenmeisterschaft GK am 3. September 2008
Der erste Versuch einer Kurzwaffenmeisterschaft GK (Großkaliber) ist erfolgreich geglückt. Ohne zusätzliche Einladungen fanden sich 6 Kurzwaffenschützen im Schießkino von Garlstorf ein, um gegeneinander anzutreten – doppelt so viele als im vergangenen Jahr. Es war eine Premiere mit den wohl schlechtesten Schießergebnissen die wir je in den vergangenen 45 Jahren geschossen hatten. Die Ergebnisse lagen zwischen 22 und 89 Punkten. Hier die Platzierungen: Gold Hans Martin Reinartz mit 89 Punkten, Silber Reiner Janke mit 75 Punkten und Bronze Dr. Karl-Heinz Rupp mit 73 Punkten. Alle hatten Probleme mit der Visierung, denn die Projektionswand war bis auf die hellen, dünnen Konturen der Silhouettenscheiben und Ringfelder schwarz. Um hier zu besseren Ergebnissen zu kommen bedarf es viel Training und einer speziellen Technik bzw. Manipulation der Waffenvisierung. Nun, wie dem auch sei, wir hatten viel Spaß und beschlossen im nächsten Jahr wieder die gewohnten Klappscheiben zu nutzen. Sie haben eben den großen Vorteil real zu klappen und hell beleuchtet zu sein, sodass man beim schnellen Visieren den dafür nötigen Kontrast zur Ausrichtung der Waffe haben kann. Nach dem Schießen sind wir noch mit 8 Mitgliedern im Garlstorfer »Hotel Niemeyers Heidehof« eingekehrt, um den Abend würdig und gaumenfreudig ausklingen zu lassen.

Autor: Hans Martin Reinartz




Rückblick Monat August


Hüttenfest im Lehrrevier am 16. August 2008
Ein Hüttenfest im Hochsommer bei bestem Wetter und auch noch abends während einer sehr gut zu beobachtenden Mondfinsternis bei klarstem Nachthimmel, dürfte kaum zu wiederholen sein. Unsere neue Schatzmeisterin, Gisela Martiny-Puls hatte, nachdem Sie alle Helfer mit unglaublich leckerem selbst gebackenem Butterkuchen versorgte, sich an einem kleinen Tisch niedergelassen, um die rund 60 Gäste zu erwarten, den Kostenbeitrag von 10 Euro zu kassieren und die Quizkarten zu verteilen. Kurz nach 19:00 Uhr begrüßten ein Teil der Ahrensburger Bläser, alles Mitglieder des Wandsbeker Jagdvereins, mit Ihren Hörnern die in großer Zahl erschienenen Gäste. Nach meiner Begrüßung und einem kurzen Überblick über den Verlauf des Abends, bliesen die Ahrensburger noch einige perfekt vorgetragene Todsignale und zum Essen. Matthias Krug, mein Stellvertreter, hatte bereits vorgesorgt und die von Ihm beschafften und vorgegrillten Nackenkarbonaden und Würstchen konnten den Ansturm, der einsetzte, kaum befriedigen. Doch niemand musste Angst haben nicht genug abzubekommen. Nackenkarbonaden und Würstchen nebst Beilagen waren reichlich vorhanden, sodass wir am Ende sogar noch Fleisch zu Selbstkosten verkaufen konnten. Uwe Blank, unser Obmann für Festlichkeiten, hatte mit seiner Bierzapfanlage und diversen anderen Getränken alle Hände voll zu tun, die Dürstenden zu versorgen. Unser traditioneller Quiz hatte es in diesem Jahr in sich. Von den 10 Fragen wurden von 2 Gästen 7 richtig beantwortet, 6 Fragen konnten weitere 2 Teilnehmer beantworten und den 5. Platz belegte 1 Ausgeloster von 16 Teilnehmern. Alle 5 Gewinner konnten sich über einen attraktiven Preis freuen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für den unermüdlichen Einsatz der Helfer bedanken, auch derer, die nicht explizit genannt wurden – sie alle machen so ein Fest erst möglich. Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle noch einmal das Engagement von Angela und Udo Töben erwähnen, die, und damit meine ich besonders Udo, mit vielen baulichen Maßnahmen das Lehrrevier in einen sehr guten, vorzeigbaren Zustand gebracht haben.

Als es dunkel war, konnten alle, die es sehen wollten, ab 21:30 Uhr die in der Presse angekündigte 80 %ige Mondfinsternis beobachten. Viele versuchten dieses seltene Ereignis mit ihren Handys zu fotografieren. Alles in allem war es ein ausgesprochen harmonischer Hüttenfestabend, der leider viel zu schnell verging, denn um 22:00 Uhr herum gingen die meisten schon nach Hause. Leider sind die Sitzinseln so weitläufig verstreut und weit voneinander entfernt, dass eine gemeinsame Feier kaum noch möglich ist. Die einzelnen Sitzinselgrüppchen vermischen sich schon nach relativ kurzer Zeit nicht mehr und bilden so kleine Privatfeiern von wenigen Personen, die eine Moderation und Animation kaum mehr möglich machen, ganz abgesehen davon, dass man fast brüllen muss, um die einzelnen Grüppchen akustisch zu erreichen. Jeder weiß, dass es auf Partys zu Hause dicht gedrängt in der Küche am gemütlichsten ist, da findet Kommunikation zwangsläufig statt. Gemütlichkeit und Stimmung kommt erst auf, wenn alle zusammen sein können – so wie früher, als wir die Tische noch vor die Hütte stellen konnten. Unter solchen Bedingungen wurde wesentlich länger zusammen gesessen und gefeiert. Die Weitläufigkeit der Sitzgelegenheiten ist leider ein absoluter Stimmungskiller.

Autor: Hans Martin Reinartz



Fotos vom Hüttenfest 2008



Ferienstammtisch am 13. August 2008
Zum 2. und letzten Mal in diesem Jahr fand im Hotel Eggers unser Ferienstammtisch statt. Dieses Mal nur mit 7 Mitgliedern. Das Treffen war, wie immer an solchen Abenden, von lebhaften Diskussionen geprägt. An diesem Abend wurde auf unserer Seite des Tisches ausgiebig das Thema Fliegenfischerei strapaziert. Zwei engagierte Fliegenfischer, einer links und einer rechts von mir, tauschten an Hand von, für Nichtfliegenfischer, unverständlichen Codes für sie sicher wichtige Informationen aus, bei denen es um Größen von Ruten, Schnüren, Rollen und Fliegen zueinander und im Allgemeinen ging. Doch es gab natürlich auch noch andere interessante Themen.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick im Juli


Landesschießen des LJV am 12. Juli 2008
Mit über 80 Teilnehmern war die Landesmeisterschaft des LJV in Garlstorf verhältnismäßig gut besucht. Auch, wenn es in der Vergangenheit Zeiten gab, wo es an die 300 Teilnehmer gab und der Wettkampf ein ganzes Wochenende einnahm, muss man wohl angesichts des ungeheuren Freizeitangebots zufrieden sein. Der WJV war mit 6 Schützen vertreten, von denen die Hälfte, nämlich Berthold Klingbeil, Reiner Janke und ich nachmittags auch Standaufsicht machten. Platzieren konnte sich Klaus Neumann, der mit 244 Punkten in der Seniorenklasse den 3. Platz errang. Besonders freuten wir uns über Karsten Buck, der auf diesem Wettkampf, animiert von dem Büchsenmacher Mark Ganske aus Ohlendorf, beschlossen hat unserer Gruppe beizutreten. Auch Konstanze Fasch, eine im wahrsten Sinne des Wortes ambitionierte Jungjägerin, die ich spontan zur Teilnahme an diesem Wettkampf überreden konnte und der ich meine Waffen dafür lieh, will sich überlegen bei uns mitzumachen. Eigentlich wollte sie in Garlstorf nur zuschauen.

Es war trotz einiger kurzer Schauer ein schöner Wettkampftag mit Gegrilltem vom Rost und leckeren Getränken. Die Stimmung war ausgezeichnet und bei den Platzierten, die erstmals auf einem eigens dafür erstellten »Siegertreppchen« stehen durften, kannte die Freude keine Grenzen. Ein harmonischer, reibungsloser und für viele erfolgreicher Wettkampftag mit viel Raum für Zwischenmenschliches und nette Gespräche.

Autor: Hans Martin Reinartz



Ferienstammtisch am 09. Juli 2008
Nachdem es draußen vor dem Restaurant zu ungemütlich war oder mindestens werden würde, fanden wir uns in der Schankstube des Hotel Eggers ein. Wir hatten an 2 zusammengeschobenen Tischen Platz genommen und waren nach und nach mit 9 Personen eine lustige Runde geworden. Ganz besonders freuten wir uns über den Besuch unseres neun Mitglieds Christian Först, einem Veterinärmediziner, den ich anlässlich eines freien Trainings vor unserem Schießabend in Garlstorf und unserem gemeinsamen geselligen Ausklang in unserem Stammlokal in Salzhausen, letztlich auch gemeinsam mit den anderen davon überzeugen konnte unserer Jägergruppe, dem Wandsbeker Jagdverein, beizutreten. Er war unmittelbar nach seinem Dienst im Hafen, der bis 21:00 Uhr ging, quer durch Hamburg zu uns gestoßen. Willkommen im WJV Christian! Alle zusammen verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit anregenden Gesprächen im Eggers, den wir mit 3 Übriggebliebenen bis etwa 23:30 Uhr ausdehnten. Wir waren die letzten Gäste, hinter uns wurde sozusagen abgeschlossen.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick Monat Juni


45. Wandsbeker Meisterschaft Büchse / Flinte am 28. Juni 2008
Mit 19 Teilnehmern, davon 15 Wettkampfschützen, davon auch 4 Aufsichten und 4 zusätzlichen Helfern, die sich freundlicherweise auch ohne Schießambitionen zur Verfügung gestellt haben. Das Wetter war gemischt, doch im Großen und Ganzen gut, denn die Schauer dauerten nicht lange. Bei der verhältnismäßig geringen Beteiligung waren die einzelnen Schießstände kaum besetzt und wurden aus diesem Grunde während der Wettkampfzeit natürlich auch von anderen Schützen genutzt. Für die Wandsbeker Meisterschaft brauchen wir bei so geringer Beteiligung ein neues Konzept und das könnte bedeuten, dass wir die Wandsbeker Meisterschaft, wie üblich zwar an einem Sonnabend aber während des normalen Schießbetriebes absolvieren müssen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die 8 Helfer, die als Schießstandaufsichten, Schreiber und für das Kassieren zuständig waren. Im Anschluss an den Wettkampf und die Auswertung der Schießergebnisse kam die Siegerehrung. Sieger im Büchsenschießen wurde mit 169 Punkten Burghard Loest, den 2. Platz errang Hans Martin Reinartz mit 163 Punkten und den 3. Platz Matthias Krug mit ebenfalls 163 Punkten aber weniger Zehnen. Beim Flintenschießen wurde Hans Martin Reinartz mit 105 Punkten Sieger, den 2. Platz bekleidete Matthias Krug mit 85 Punkten und Hermann Mellmann schoss sich mit 80 Punkten auf den 3. Platz. Gesamtsieger wurde Hans Martin Reinartz mit zusammen 268 Punkten gefolgt von Matthias Krug, der mit 248 Punkte den 2. Platz belegte und Hermann Mellmann mit 221 Punkten erreichte den 3. Platz. Reiner Janke, der ebenfalls 221 Punkte erringen konnte, hatte für ihn bedauerlich, mehr Treffer mit dem 2. Schuss. Nach der Siegerehrung konnten wir endlich mit den von Matthias Krug ausgezeichnet gegrillten Nackenkarbonaden und dem wirklich leckeren Kartoffelsalat unseren Hunger stillen und mit diversen Getränkevarianten anstoßen. Vielen Dank Matthias, es war alles perfekt vorbereitet. Wir haben noch lange zusammen gesessen und den Ausklang des Abends bis in die Dämmerung genossen. Dankenswerterweise hatte uns Matthias Carstens für das Holzhaus die Schlüssel überlassen, damit wir es nach dem Aufräumen in seiner Abwesenheit ordnungsgemäß verriegeln konnten.

Autor: Hans Martin Reinartz



Lock- und Reizjagdseminar in der Hansastraße am 22. Juni 2008
Außerhalb unserer Jahresplanung und leider viel zu kurzfristig angesetzt und dadurch nur mäßig besucht, war das Lock- und Reizjagdseminar, das Klaus Weißkirchen aus dem fränkischen Nürnberg in der Hansastraße abgehalten hatte. Nach seinen eigenen Worten hatte er »bei einem weidmännisch jagenden Wilderer« in früher Jugend gelernt. Weißkirchen war schon als Kind davon begeistert, unserem heimischen Wild sozusagen aufs Maul zu schauen. In den vielen Jahren seiner jagdlichen Praxis, in der er viele namhafte Jagdgäste mit seiner Lock- und Reizjagd zum Erfolg führte, hat er seine Leidenschaft verfeinert und zum Broterwerb gemacht. Seine unglaubliche Erfahrung mit den Lautäußerungen unserer Fauna, speziell mit denen unseres heimischen Wildes, haben ihn zum ausgewiesenen Fachmann und äußerst erfolgreichen Jäger gemacht, der zumindest im Süden unserer Republik und in Österreich große Säle gefüllt hat und sicher noch füllen wird.

Schade, dass es im Norden so wenig Interesse für die Lock- und Reizjagd zu geben scheint. Ich selbst war auf zwei seiner Seminare und beide waren nur mäßig besucht. Zumal die richtige Anwendung seiner ausgefeilten Hilfsmittel nachweisbar große Erfolge zeitigt. Sein sogenanntes Eifersuchtsblatten z.B. wirkt nach seiner Aussage immer auf den anzulockenden Bock und kann mit großem Erfolg eben auch weit vor und nach der Blattzeit eingesetzt werden. Diese aktive Lockjagd, die bei allen jagenden Naturvölkern völlig normal war und immer noch ist, kann den eigenen jagdlichen Alltag um Vieles bereichern. Das Nachahmen von tierischen Lauten ist ohne Instrument eine archaische Kunst. Ob mit oder ohne Hilfsmittel, in jedem Fall setzt diese Kunst oder Fertigkeit voraus, dass der Lockende die entsprechend nachzuahmenden Laute nicht nur täuschend ähnlich nachahmen kann, sondern auch weiß, was sie bedeuten. Fast immer hörte ich auf dem Entenstrich in den unterschiedlichsten Revieren den nachgeahmten Warnruf der Stockente, statt des verhalten beruhigenden Schnatterns. So lockt man natürlich nicht sondern erreicht das Gegenteil.

In den 60er Jahren, saß ich eines Tages während einer Mittagspause meines damaligen Arbeitgebers Axel Springer in Ahrensburg, im nahen Forst an einem Waldweg auf einem kleinen Findling. In meinem Rücken befand sich ein schmaler mit Wasser gefüllter Graben. Aus Langeweile und Interesse probierte ich mal wieder das Blasen auf einem breiten Grashalm, den ich zwischen die aneinander gelegten Daumen platziert hatte. Als Kinder hatten wir es oft versucht, nicht nur weil es so schön laut und misstönend war sondern wir damit auch den Erwachsenen so schön auf die Nerven gehen konnten. Während ich so eine Zeit lang probierend »vor mich hin gequietscht hatte«, stand urplötzlich kurz vor mir ein kapitaler Sechserbock, der aus dem gegenüberliegenden, nahen buschigen Wegrand gesprungen war. Ich bekam fast einen Herzschlag vor Schreck, verlor das Gleichgewicht und viel rückwärts in den Graben. Dem Bock ging es nicht anders, auch er musste sich furchtbar erschrocken haben, denn er sprang nach, wie es schien, verdutztem Zögern wütend und laut schreckend wieder durch den nahen Busch in den Wald und war verschwunden. Noch lange hallte seine heisere Stimme durch den Forst. Ich hatte wohl zufällig das Eifersuchtsblatten so überzeugend nachgeahmt, dass ich diesen eifersüchtigen Bock davon überzeugen konnte seinen imaginären Nebenbuhler zu vertreiben. Welch ein Erfolg, wenn auch nur zufällig. Um wie viel erfolgreicher muss das Locken oder Reizen sein, wenn man es geschult und gezielt einsetzen kann. Man sitzt nicht mehr und wartet auf Kamerad Zufall sondern beeinflusst das Schicksal selbst. Die Jagd kann so viel erfolgreicher sein.

Welcher Jäger hat nicht schon einmal davon geträumt mit entsprechenden Lautäußerungen in das Brunftgeschehen des Rotwildes eingreifen zu können. Selbst, wenn man keine Möglichkeit hat auf den Hirsch zu jagen, könnten das unvergessene Augenblicke werden. Doch es geht auch weniger spektakulär. Klaus Weißkirchen schilderte z.B. wie er im Biergarten vor dem Rahlstedter Hotel Eggers, in dem er mit seiner Frau logierte, seine Krähentodesklage ausprobierte und in kurzer Zeit von Krähen der Umgebung eingekreist wurde. Eine äußerst effektive Locker, weil die Krähen auf die imitierte Todesklage reagierten um Ihrem »Kameraden« zu Hilfe zu eilen. Oder aber mit der Sauenlocker das vertraute Grunzen des Schwarzwildes imitieren, um sie vielleicht aus einem nahen Dickicht wieder heraus zu locken.

Gelegenheiten gibt es viele, Möglichkeiten der Nachahmung tierischer Laute ebenfalls. Mit der geschickten Nachahmung zum gezielten jagdlichen Erfolg zu kommen scheint mir ungleich interessanter und herausfordernder zu sein, als das bloße viel Zeit verschlingende Warten auf den richtigen Augenblick, ohne selbst aktiv zu werden. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch ist es schon wert. Übrigens ist die Lock- und Reizjagd in den südlichen Gefilden unserer Republik erheblich verbreiteter als bei uns. Das sollte uns vielleicht zu denken geben.

Ich kann nur jedem empfehlen, diese interessante und effektive Jagd auszuprobieren. Wer diese Fertigkeit erlernen möchte, kann auf der Internetseite des Klaus Weißkirchen http://www.weisskirchen-shop.de/ die Instrumente, Broschüren und CDs käuflich erwerben. Der jagdliche Erfolg wird, wenn man sich richtig anstellt, nicht lange auf sich warten lassen.

Autor: Hans Martin Reinartz



Gruppenabend und Wahl am 11. Juni 2008
Ganze 17 Mitglieder und 1 Gast trafen sich im Eggers zum Gruppenabend im Juni. Vier hatten sich dankenswerterweise im Vorfeld aus nachvollziehbaren Gründen entschuldigt. Einem Gruppenabend der unter anderem die Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters vorsah. Ob nun die Fußball-Europameisterschaft, das Wetter oder die Gleichgültigkeit gegenüber der Wahl und des an diesem Abend zu zeigenden Films der Grund waren, wer kann das schon sagen. Eine Einschätzung darüber abzugeben wäre Kaffeesatzleserei. Dennoch war es ärgerlich, denn ich hätte meinem designierten Stellvertreter Matthias Krug schon etwas mehr Rückhalt, sprich Wählerstimmen gewünscht. Immerhin geht es um viel ehrenamtliche Arbeit, die nicht nur für die wenigen anwesenden Mitglieder, sondern für alle eingesetzt werden soll. Aber das scheint der Fluch unserer Zeit zu sein. Der egoistische Blick in das imaginäre Programm des Tages und die Auswahl nach der gerade im Augenblick passenden Lieblingsbeschäftigung ohne jeglichen Patriotismus. Wo sind die Werte vergangener Zeiten geblieben? Was würden die Mitglieder wohl sagen, wenn es dem Vorstand ebenfalls gleichgültig wäre was aus der Gruppe wird. Eins steht jedenfalls fest, alle Vorstandsmitglieder könnten ihre Freizeit auch anders und wahrscheinlich zweckmäßiger verbringen.

Der gezeigte Kino-Film »Nomaden der Lüfte« hat die Erwartungen der Anwesenden übertroffen. Nach dem Absturz meines privaten Notebooks in der Mitte des Films, konnten wir an dieser Stelle wieder problemlos einsteigen und die unglaublichen Aufnahmen der Naturfilmer weiter genießen. Der Zug weltweit unterschiedlichster Vogelarten von Pol zu Pol machte die ungeheure Leistung unserer gefiederten Freunde deutlich und führte uns gleichzeitig die fragile Zerbrechlichkeit unseres Planeten durch drastische Gegenüberstellungen vor Augen. Einmal mehr wurde deutlich, dass der Mensch in seiner Pluralität trotz seiner vordergründigen Intelligenz nicht in der Lage zu sein scheint über seinen begrenzten zeitlichen Horizont hinaus zu sorgen und planen. Immerhin werden diesbezüglich schon klägliche Versuche unternommen – das lässt hoffen – leider werden wir es nicht erleben und genau das ist unser ureigenes menschliches Problem. Ein naturverbundener alter Freund von mir hatte sich diesen Film im Kino mehrmals angeschaut und würde es bei Gelegenheit wieder tun.

Autor: Hans Martin Reinartz


Rückblick Mai 2008


Wettkampf Jagdparcours am 24. Mai 2008
Bei schönstem Wetter startete der Jagdparcours des Wandsbeker Jagdvereins in Garlstorf leider mit einer gehörigen Verspätung von fast einer Stunde, weil der Einweiser nicht zugegen war, der uns in die Funktion der Anlage einweisen sollte. Auch die vom Betreiber ausgearbeiteten Wurfzusammenstellungen wie im vergangenen Jahr waren nicht vorhanden. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren stellte ich die Reihenfolge der zu werfenden Wurfmaschinen selber zusammen und wir konnten endlich starten. Die Wartezeit hat der Stimmung erfreulicherweise nicht schaden können. Mit 16 Schützen starteten wir den 2. Jagdparcours um den großen Thomas-Reimer-Pokal. Wer nicht gerade im Wettkampf schoss schaute zu und trank Kaffee, der mit gut 6 Litern kostenfrei zur Verfügung stand. Leider war die Beteiligung in diesem Jahr etwas geringer aber dafür waren neue Teilnehmer dabei, die im vergangenen Jahr nicht konnten. Nach gut 3 Stunden war der Wettkampf ausgetragen und die Sieger standen fest. Den ersten Platz belegte Hermann Mellmann mit 15 Wurfscheiben, den 2. nach einem spannenden Stechen Detlef Tielsch und den 3. Platz Dieter Lohmann. Allen nochmals herzlichen Glückwunsch. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Helfern herzlich bedanken, ohne die so ein Wettkampf nur schwer durchführbar wäre. Mitten im Wettkampf besuchte uns Thomas Reimer ohne seine Flinte und stellte dankenswerterweise für den 2. und 3. Platz je eine Flasche Champagner als Preis zur Verfügung.
Auf diesem Jagdparcours wurde insgesamt schlecht geschossen. Einer unserer besten Flintenschützen belegte an diesem Tag mit 6 Treffern den letzten Platz. Es mag an dem ungünstigen Wind gelegen haben, der die Scheiben unvermittelt steigen oder fallen ließ. Wie dem auch sei – es im nächsten Jahr gibt es einen neuen Wettkampf.
Im Anschluss hatten wir uns mit dem harten Kern noch zum Essen und trinken draußen auf den »Bahnsteig« der Waldklause gesetzt. Da das bestellte Essen nach über 1,5 Stunden immer noch nicht gekommen war und man uns weiterhin mit dem Spruch vertröstete »wir sind doch nicht bei McDonald's«, bestellten wir das Essen ab, bezahlten unsere Getränke und fuhren zum Hotel Niemeyer's Heidehof in Garlstorf, wo wir schnell und zuvorkommend mit leckerem Essen bedient wurden und uns von der langen Wartezeit im Freien der Waldklause aufwärmen konnten.

Autor: Hans Martin Reinartz



Gruppenabend am 14. Mai 2008
Die Verlagerung unseres Gruppenabends in die Hansastraße zur »Wildbrethygiene- und Trichinenentnahmeschulung« war von uns gut besucht und im Allgemeinen mit 68 Teilnehmern bis fast zum letzten Platz ausgebucht. Der von Markus Willen aus dem Raum Zeven eingeladene Referent Dr. vet. Hermann Gerken, der sich dankenswerter Weise bereit erklärt hatte die Schulungen für den LJV Hamburg durchzuführen, weil die Hamburger Veterinärbehörde sich über die bereits veranstalteten 4 Schulungen mit jeweils etwa 15 – 18 Personen hinaus dazu nicht mehr in der Lage sah, fesselte eloquent die Teilnehmer. Als bodenständiger praktizierender Tierarzt und Jäger, täglich mit den relevanten Gegebenheiten der Landwirtschaft und Jagd vertraut, bestritt seine Schulung souverän und praxisnah. Mit überzeugenden Argumenten schien er auch die letzten Zauderer und Kritiker der EU-Richtlinien überzeugt zu haben. Wer von uns möchte nicht auch lieber ein unter hygienisch einwandfreien Voraussetzungen und Bedingungen verarbeitetes Stück Wildfleisch erwerben oder im Restaurant genießen als ein Produkt von fragwürdiger Herkunft, Frische und Verarbeitung. Die Zeit, in der es mit der Hygiene nicht so genau genommen wurde und sogar in Ausnahmefällen Fallwild zum Verzehr in den Handel gebracht wurde, dürften nach gründlicher Schulung und Aufklärung eigentlich der Vergangenheit angehören. Wir, als kundige Jäger, mit dem beispiellosen Privileg Fleisch beschauen und für den Handel frei geben zu dürfen, sollten das in uns gesetzte große Vertrauen nicht auf ’s Spiel setzen und uns ständig diesbezüglich weiter bilden. Ganz besonders für die Erkennung von äußeren und inneren Auffälligkeiten des Wildes, die uns eine Erkrankung signalisieren können.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick April 2008


Seniorenabend am 23. April 2008
Der »Seniorenabend« mit unserem traditionellen Matjes und wahlweise Brat- oder Salzkartoffeln war mit 19 Teilnehmern sehr gut besucht. Bis auf einen hatten sich alle Angemeldeten pünktlich zum gemeinschaftlichen Essen eingefunden und genossen den delikaten Hering, die mit reichlich Apfelstücken versehene Sahnesoße und die ausgesprochen leckeren Bratkartoffeln. Angenehm satt und wohlig entspannt klang der Abend nach vielen anregenden Gesprächen harmonisch aus.

Autor: Hans Martin Reinartz



Gruppenabend am 9. April 2008
Die »Trophäenschau« im Hotel Eggers ist beim Wandsbeker Jagdverein Tradition. Auch in diesem Jahr hat Holger Kirsten dankenswerterweise wieder unsere etwas andere »Trophäenschau« moderiert. Trophäen im klassischen Sinne, aber auch andere interessante Requisiten jagdlicher Erlebnisse und deren Geschichte waren an diesem Abend Mittelpunkt allgemeinen Interesses. Wie in den Jahren zuvor zählten nicht die Rekorde – das Erlebte, die gern auch lustige Geschichte und die Moderation dazu ist, was dem Abend die Würze verlieh. Bisher hatte noch niemand die gesellige Teilnahme bereut. Vom schwachen Jährling bis zum kapitalen »Sechser« samt der dazugehörigen Erlebnisberichte war beim Rehwild alles vertreten. Aber auch ein starker Damschaufler, der leider frühzeitig durch den Zusammenstoß mit einem Auto sein Leben lassen musste, hing mit an der von Uwe Heuer jedes Jahr aufgebauten Trophäenwand. An dieser Stelle nochmals vielen Dank Uwe, für Deinen Einsatz. Die Keilerwaffen und die gefundenen »Trophäen«, wie Abwurfstangen vom Elch und das kunstvoll geflochtene Nest eines Webervogels rundeten die zur Schau gestellten Objekte ab.

Autor: Hans Martin Reinartz



Rückblick März 2008


Unsere Jahreshauptversammlung am 12. März 2008
Leider hatte ich völlig übersehen, dass im März zu unserer Hauptversammlung Wahlen angestanden hätten. Die letzten 4 Jahre sind derart schnell vergangen, dass ich gefühlsmäßig dachte es wäre erst 2009 soweit. Nun, ich hatte mich getäuscht und hole sie am 11. Juni 2008 nach.

Zur Wahl stehen dann der Vorsitzende und sein Stellvertreter. Ich stelle mich für die nächsten 4 Jahre erneut zur Wahl und als Stellvertreter hat sich erfreulicherweise Matthias Krug zur Verfügung gestellt. Die meisten von uns Aktiven kennen ihn von den gemeinsamen Gruppenabenden oder von der Wandsbeker Meisterschaft 2007, wo er für uns nach dem Wettkampf leckeres Fleisch grillte. Nach seinem Studium in Berlin hatte er schon häufig seine Hilfe angeboten und mich unterstützt wo er konnte.

Unsere Kassenführerin Sendy Laudan hat ihr Amt niedergelegt, weil es für sie zukünftig wichtigeres gibt – sie heiratet im August unser Mitglied Günther Ahlrep. Liebe Sendy, vielen Dank für Deine Mitarbeit in den vergangenen 4 Jahren. Erfreulicherweise hat sich unser langjähriges Mitglied Gisela Martiny-Puls spontan bereit erklärt das Amt als Kassenführerin zu übernehmen. Sie erhält in diesem Jahr die Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft. Auch Dir, liebe Gisela, herzlichen Dank für Deine spontane Bereitschaft, denn es ist heute durchaus nicht mehr selbstverständlich sich für ein Ehrenamt zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls ist Dieter Roth aus dem Vorstand ausgeschieden, denn sein Amt als Protokollführer wurde überflüssig. Ich freue mich jedoch sehr, dass er weiterhin für unser Hüttenfest, zumindest als Quizmaster, zur Verfügung steht. Auch Dir, lieber Dieter, vielen Dank für Deine geleistete Protokollarbeit auf den Vorstandssitzungen der vergangenen 12 Jahre. Da das Kurzwaffenschießen in Garlstorf im Rahmen unserer Übungsschießen nicht mehr möglich ist und die Kurzwaffenschützen nur noch in der Berner Au Kleinkaliber oder jeden ersten Donnerstag im Monat in der Raumschießanlage in Garlstorf im Rahmen des LJV trainieren können, ist auch das Amt als Obmann für das Kurzwaffenschießen überflüssig geworden. An dieser Stelle danke ich auch Michael Zoll für die geleistete Arbeit während der vergangenen 8 Jahren in seiner Funktion als Obmann für das Kurzwaffenschießen.

Nun zu den Daten und Fakten des Jahresrückblicks 2007/08. Unsere Mitgliederzahl hat sich von März 2007 mit 273 Mitgliedern zum März 2008 mit 271 Mitgliedern inkl. der 6 Fördermitglieder um nur 2 Personen verringert. Die insgesamt 37 Veranstaltungen waren bis auf den Ausflug und die Nistkastenaktion sehr gut besucht. Die Rahlstedter Müllsammelaktion wurde eingestellt, weil das Ortsamt Rahlstedt weitgehend geschlossen wurde und die Initiatorin und Leiterin in das Bezirksamt Wandsbek gewechselt ist. Der Kassenbericht von Sendy Laudan war, bestätigt durch die Kassenprüfer Erich Dietzel und Günther Ahlrep, einwandfrei und so kam es nach Antrag zur Entlastung des Vorstands, dem für seine gute Arbeit mit Ablaus gedankt wurde. Zuletzt möchte ich noch bekannt geben, dass ich für den Wandsbeker Jagdverein eine Internetseite erstellt habe, die ab sofort besucht werden kann.

Autor: Hans Martin Reinartz



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